Bad Salzig
Ein Ortsteil der linksrheinischen Stadt Boppard ist seit 1975 Bad Salzig mit ungefähr 2700 Einwohnern.Die verbandsfreie Stadt Boppard hat 15.921 Einwohner und liegt im oberen Mittelrheintal (UNESCO Welterbe) im Rhein-Hunsrück-Kreis Rheinland-Pfalz. Bekannt ist Boppard für seinen Weinbau. Gegenüber ragen auf der rechten Rheinseite die Burg Liebenstein und die Burg Sterrenberg.
Geschichte
Entlang des Rheins an der historischen Römerstraße liegt Bad Salzig.
Erstmalig erwähnt wurde der Ort Salzachu in einer Urkunde von König Konrad I. an das St. Ursula Stift. Im Jahre 1327 gab König Heinrich VII. die Orte um Boppard an seinen Bruder ,Erzbischof Balduin von Trier weiter. Gegen die Herrschaft des Kurfürstentums Trier zeigte sich Salzig machtlos. Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde die Stadt ebenso von Fremden besetzt wie 40 Jahre später beim Einfall durch Ludwig XIV., sowie durch Napoelons Mannschaft 1794-1814.
Kurort Bad Salzig
Bedeutungsvoll wird die Geschichte des Ortes 1907. Dank der salz- und schwefelhaltigen Quellen wurde der Kurbetrieb eröffnet. Seit 1925 darf sich der Ort Bad Salzig nennen. Heilwasser strömt aus der Glaubersalzquelle, die Kohlensäure enthält und alkallisch-muratisch ist. Dieses Heilwasser ist gleichzeitig Mineralquelle, Therme und Säuerling.
Für den Fremdenverkehr zuträglich war die Umgehungstraße, die, 1968 gebaut den Ortskern verkehrstechnisch schont. Bad Salzig ist seit diesem Jahr auch in die Schifffahrt mit der „Köln-Düsseldorfer“ auf dem Rhein aufgenommen.
In der Kurklinik mit 178 Betten werden Mitlieder der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz rehabilitiert. Behandelt wird im Bereich der Gastroenterologie, Onkologie und psychosomatische Beschwerden.
Sehenswürdigkeiten:
St. Ägidius, die Pfarrkirche von 1901 mit dem Schutzpatron Ägidius von St. Gilles in Form einer Holzskulptur aus dem 14. Jahrhundert.
Veranstaltungen im Freien bietet der großzügige Kurpark im Sommer.
Der Wein aus Boppard ist ein erstklassiger, prämierter Riesling. Der Anbau in Bad Salzig hingegen wurde durch eine Reblaus zerstört. Man stieg auf den Obstanbau um und pflanzte großflächig Kirschbäume an.
Eine Attraktion nicht nur für Touristen ist das Blühen der Kirschblüten im Frühjahr. Spazierwege vom Kurbezirk führen in die Kirschplantagen, wo historische Begrenzungsmauern ehemaliger Rebhänge zu finden sind.
